Brot für die Welt ruft zum Handeln gegen Hunger auf
Neue Plakatserie im öffentlichen Raum
Wien (epdÖ) – „Jemand sollte was gegen Hunger tun. Moment mal, du bist ja jemand.“ So lautet der Titel einer neuen Plakatserie von Brot für die Welt im öffentlichen Raum. Die Plakatflächen für die aktuelle Plakatserie von Brot für die Welt wurden unentgeltlich zur Verfügung gestellt. „Spendeneinnahmen verwenden wir für die konkrete Hilfe in den Partnerländern“, erklärt dazu Diakonie-Direktorin und Brot für die Welt-Geschäftsführerin Maria Katharina Moser.
Da 720 Millionen Menschen auf der Welt täglich hungern, seien Moser zufolge „humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit so wichtig. Sie bekämpfen Hunger, sie retten und schützen Leben“. Brot für die Welt mache damit deutlich, dass der Welt-Hunger kein unabwendbares Schicksal ist. Engagement und Spenden können konkrete Veränderungen bewirken, ist Moser überzeugt.
„In einer Zeit, in der mit Hoffnungslosigkeit Politik gemacht wird, möchten wir den Menschen außerdem Mut machen und sie motivieren, sich füreinander einzusetzen“, unterstreicht Moser. Dafür stehe zivilgesellschaftliches Engagement, das positive Entwicklungen voranbringt. Mehr denn je seien Mut und beherztes Einmischen gefragt, um sich gegen Hunger und für die Zukunft stark zu machen, bekräftigt die Diakonie-Direktorin.
Hungerkrise im Schatten der Blockade der Straße von Hormus
Im Schatten des Kriegs im Iran zieht aus Sicht der Diakonie eine internationale Hungerkatastrophe herauf. Die Blockade der Straße von Hormus treffe nicht nur Öl- und Gasexporte, sondern auch die industrielle Landwirtschaft. „Mit dem Gaspreis explodieren auch die Kosten für Kunstdünger, der aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird“, erklärt die evangelische Hilfsorganisation.
Viele Länder im Globalen Süden beziehen große Teile ihres Stickstoffdüngers direkt aus dem Golf oder aus Werken, die dessen Gas nutzen. Schon moderate Düngerpreissteigerungen zwingen laut der Diakonie bäuerliche Betriebe zur Reduktion des Düngens. In der Folge schrumpfen die Ernten, und die Lebensmittelpreise steigen.
„Es ist ein Déjà-vu von 2022, als mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Energiepreise und in der Folge die Nahrungsmittelpreise gestiegen sind“, hebt Moser hervor. „Tragischerweise wurden keine Lehren aus der Nahrungsmittelkrise 2022 gezogen. Die Landwirtschaft im globalen Süden ist nach wie vor von fossiler Energie und Düngemittelimporten abhängig – und die Menschen von Nahrungsmittelimporten. Dabei ist der Weg aus globalen Hungerkrisen längst bekannt: Investitionen in organische Dünger, Saatgut und agrarökologische Beratung“, betont Moser.
Brot für die Welt fördert Ernährungssicherheit
„Die lokalen Partner in den Ländern, in denen Brot für die Welt tätig ist, helfen Familien dabei, sich dauerhaft selbst zu versorgen und widerstandsfähiger gegenüber Klimakrisen und Ernteausfällen zu werden“, so Moser.
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen betreibt Brot für die Welt langfristige Projekte zur Ernährungssicherung. Dazu gehören nachhaltige Landwirtschaft, angepasstes Saatgut, eine bessere Wasserversorgung und Bildungsangebote. Zudem stärkt die Aktion für Entwicklungszusammenarbeit der Evangelischen Kirche Menschenrechte, Demokratie und Frieden und fördert den Zugang zu Bildung, Gesundheit und guter Ernährung.
Brot für die Welt bittet um Spenden an:
Diakonie Austria gemeinnützige GmbH
IBAN: AT67 2011 1287 1196 6366 | BIC: GIBAATWWXXX
Spendenzweck: Brot für die Welt
Online spenden unter: www.brot-fuer-die-welt.at/