Unveräußerlich

 
von Evangelischer Pressedienst

Michael Chalupka erinnert an die indigene Bevölkerung Grönlands

Ein Klumpen Eis sei Grönland. Man werde es kaufen, meint Donald Trump. Und die Welt steht Kopf. Es wird von der strategischen Bedeutung der Insel gesprochen und von Bodenschätzen unter einer zwei Kilometer dicken Eisschicht. In diesem absurden Schauspiel, das die ganze Welt zur Bühne nimmt, wird den Menschen, die Grönland bewohnen, höchstens die Rolle von Statisten zugebilligt.

Die Inuit, die heutige indigene Bevölkerung, besiedeln die Insel seit rund 800 Jahren dauerhaft. Die Wikinger hatten schon vor tausend Jahren eine Station auf Grönland, konnten sich aber nicht halten. Die Inuit haben unter der Kolonialherrschaft der Dänen gelitten. 2009 haben sie endlich die Autonomie Grönlands errungen.

Eine von ihnen ist Paneeraq Siegstad Munk, die Bischöfin der lutherischen Kirche Grönlands, der fast alle Bewohner der Insel angehören. Sie erzählt von ihren Landsleuten: „Die Menschen sind verständlicherweise besorgt. Es geht hier um Menschenrechte, Würde und die Achtung internationaler Gesetze und Verträge. Wir sind ein kleines Volk, aber wir sind nicht unsichtbar. Unsere Zukunft darf nicht über unsere Köpfe entschieden werden. Wir haben Sprache, Kultur, Vorfahren, Kinder und eine Zukunft, die mit diesem Ort verbunden ist. Wir sind Menschen, kein Besitz. Grönland ist unsere Heimat und steht nicht zum Verkauf.“

Gebete heilen und geben Sinn, sagt sie. Und Sinn ist nötig in diesem Irrsinn.

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