Interreligiöser Pavillon im ESC Village: Veranstalter ziehen positive Bilanz
Növer: Offene und interessierte Reaktionen – Payk: Bedürfnis nach Begegnung und persönlichem Austausch
Wien (epdÖ) – Eine positive Bilanz ziehen die Verantwortlichen des Interreligiösen Pavillon im ESC Village am Wiener Rathausplatz während der Song Contest-Woche. Er wurde „zu einem besonderen Ort der Begegnung“, heißt es in einer Aussendung. Vertreter:innen verschiedener Religionsgemeinschaften sowie die Evangelische Jugend Österreich (EJÖ) waren gemeinsam vor Ort präsent und luden Besucher:innen dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen (siehe dazu auch hier).
„Die Menschen machten bei uns Halt, obwohl wir nichts zu konsumieren oder zu gewinnen angeboten haben – einzig eben Info, Gespräche und die Möglichkeit, eine Friedensbotschaft zu hinterlassen“, blickt Katharina Payk, evangelische Pfarrerin und Hochschulseelsorgerin, zurück. Das zeige das Bedürfnis vieler Menschen „nach Begegnung und persönlichem Austausch“.
Bettina Növer, Jugendpfarrerin der EJÖ, kann das nur unterstreichen: „Wir von der EJÖ waren sehr berührt davon, wie offen und interessiert die ESC-Fans aus den verschiedenen Ländern auf unseren Pavillon reagiert haben. Vielen war es wichtig, positive Botschaften zu hinterlassen und die Liebe und Gemeinschaft innerhalb der ESC-Community zu betonen.“
Unter dem Leitgedanken „United by Humanity“ stand nicht das Trennende im Mittelpunkt, sondern das Verbindende zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Herkunftsländer. Verbunden damit war von Veranstalterseite „die Hoffnung, dass dieses sichtbare Zeichen des Dialogs auch über den ESC hinaus Wirkung zeigt und weitere Initiativen für ein friedliches Miteinander inspiriert“.
Initiiert worden war der Interreligiöse Pavillon von Mitarbeiterinnen des Pastoralamts der Erzdiözese Wien. Gemeinsam mit Vertreter:innen des interreligiösen Dialogs wurde er in Kooperation mit der Stadt Wien und der römisch-katholischen Initiative „Denk Dich Neu“ umgesetzt.