Donauinselfest: Große Nachfrage nach Festivalseelsorge

 
von Evangelischer Pressedienst

Ökumenisches Seelsorgeteam führte rund 1.600 Gespräche

Wien (epdÖ) – Das Team der Festivalseelsorge hat vom Donauinselfest eine positive Bilanz gezogen. Das Seelsorge-Team führte demnach rund 1.600 Gespräche, etwa so viele Gespräche wie im Vorjahr und doppelt so viele wie 2024. 35 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus der Römisch-katholischen und der Evangelischen Kirche hatten sich auf Europas größtem kostenfreien Open-Air-Festival vom 3. bis 5. Juli den Sorgen und Anliegen der Besucher:innen angenommen.

„Die Besucherinnen und Besucher konnten sich mit allen Anliegen an die Festivalseelsorge wenden, unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung“, sagte Edina Kiss, Koordinatorin der Festivalseelsorge auf dem Donauinselfest. „Wir möchten vermitteln: Wir sind für dich da und freuen uns, wenn du zu uns kommst. Du kannst mit allem zu uns kommen, was dich beschäftigt. Denn du bist uns wichtig“, erklärte Kiss.

Hälfte der Gesprächspartner unter 35

Am häufigsten hätten sich die Festivalgäste mit Lebenskrisen sowie Problemen in der Familie, in Freundschaften und Partnerschaften an die Seelsorge gewandt, berichtete Kiss. Auch Drogenprobleme, Belastungen in der Arbeit, Stress sowie Sinn- und Glaubensfragen waren demzufolge Gesprächsthemen. 50 Prozent der Gesprächspartner waren unter 35 Jahre alt.

Vor allem die mobilen Teams, die auf dem Gelände unterwegs waren, seien laut Kiss bei den Gästen sehr beliebt gewesen. Besucherinnen und Besucher hätten sogar häufig darauf gewartet, dass ein Gesprächsplatz frei wurde. Auch einige Personen, die schon in den vergangenen Jahren mit dem Seelsorgeteam ein Gespräch geführt hatten, seien wieder vorbeigekommen, um zu erzählen, wie es ihnen seit der letzten Begegnung gegangen sei.

Die Festivalseelsorge war heuer zum vierten Mal am Donauinselfest vertreten und Teil des „Awareness-Teams“, das gemeinsam mit den Einsatzorganisationen, Behörden und Veranstalter:innen für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher auf der Donauinsel sorgte. Die Festivalseelsorge am Donauinselfest 2026 war ein Projekt der „Festivalseelsorge Österreich“, der Initiative „Denk Dich Neu“ und der Erzdiözese Wien.

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