So fern, so nah!
Michael Chalupka zur Sturzflutkatastrophe in Nepal
„Bei Katastrophen wird heute weniger gespendet“, sagt mir eine Helferin der Diakonie, die mit ihren Partnern vor Ort zur Stelle ist, wenn Menschen Hilfe brauchen. Das mag viele Gründe haben. Die Katastrophen scheinen oft fern.
Unter den noch ungezählten Opfern, die unter den Schlammmassen im chinesisch-nepalesischen Grenzgebiet begraben liegen oder vermisst werden, finden sich neben den Bewohnern des Langtang-Tales hunderte Pilger, die auf dem Weg zum Kailash, dem heiligsten Berg des Hinduismus und des tibetischen Buddhismus, waren. „Eine wüstenhaft-weite Landschaft gewaltigen Ausmaßes voller Seen, und mittendrin steht allein der Kailash, für ganz Tibet und Indien das unverrückbare Zentrum, die Weltachse und das Symbol für das Paradies“, berichtete der Grazer Weitwanderer Christian Hlade. Deshalb finden sich unter den Opfern Frauen und Männer aus der ganzen Welt. Die Katastrophe rückt nahe.
Der Dalai Lama betet für die Opfer, appelliert aber auch an die weltweite Verantwortung: „Da diese Region bereits in der Vergangenheit von Katastrophen heimgesucht wurde, sind dies sicherlich Anzeichen für eine tiefer liegende Ursache – sei es der Klimawandel oder andere Faktoren.“ Er hofft auf geeignete Maßnahmen, damit sich solche Katastrophen nicht wiederholten.
Ich hoffe darauf, dass diesmal die Katastrophenhelferin der Diakonie falsch liegt. Die Katastrophe geht mir nahe.
Spenden erbeten an:
Diakonie Austria gemeinnützige GmbH
IBAN: AT07 2011 1800 8048 8500 | BIC: GIBAATWWXXX |
Spenden-Kennwort: Katastrophenhilfe