Maria Katharina Moser mit Anas Schakfeh Preis ausgezeichnet

 
von Evangelischer Pressedienst

Preisverleihung für „Verdienste um Frauenförderung und deren Beteiligung an der Gesellschaft“

Wien (epdÖ) – Für „Verdienste um Frauenförderung und deren Beteiligung an der Gesellschaft“ wurde Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser am 21. September im Festsaal des Wiener Rathauses mit dem Anas Schakfeh Preis ausgezeichnet. Ebenfalls einen Preis erhielten der frühere Wiener Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Häupl sowie Maria Mayrhofer, Gründerin der zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation „#aufstehn“. Der Sonderpreis für ein Lebenswerk ging posthum an den Journalisten Heinz Nußbaumer.

Verliehen wurden die Preise durch die Gemeinnützige Privatstiftung Anas Schakfeh (GPAS), unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig. Die Preisverleihung fand im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur statt. Mit der Auszeichnung würdigt die GPAS – in diesem Jahr zum zweiten Mal – alle zwei Jahre Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Menschenrechte, Demokratie, Gleichheit und friedliches Zusammenleben einsetzen.

Preisgeld an Projekt des Diakonie Flüchtlingsdienstes

Die Laudatio für Maria Katharina Moser hielt Nina Horaczek, Chefreporterin der Wiener Wochenzeitung Falter. Mit einer Videobotschaft aus New York überraschte Österreichs „First Volunteer“ Doris Schmidauer die Preisträgerin sowie die anwesenden Gäste. Das Preisgeld wird Moser als Wertschätzung an ein Projekt des Diakonie Flüchtlingsdienstes für Frauen mit Migrations- und Armutserfahrung weitergeben.

„Wenn wir wollen, dass Frauen ein freies und gutes Leben leben können, braucht jede Kirche, jede Religionsgemeinschaft, jede Community, jede Weltanschauung einen kritischen Blick auf die eigene Tradition“, forderte Moser zum Einsatz für Gleichberechtigung auf. Welche Chancen und Wahlmöglichkeiten Frauen hätten und wie es um ihre Rechte und ihre Freiheit bestellt sei, entscheide sich an Schnittstellen wie Geschlecht, ökonomischem Status, Herkunft, oder Religionszugehörigkeit, erklärte Moser. Sie sei daher überzeugt: „Wer über Frauenrechte reden will, darf zu Armut, sozialer Benachteiligung, Rassismus und Diskriminierung von religiösen Minderheiten nicht schweigen.“

In der Kategorie „Verdienste um den Islam und die Partizipation von Musliminnen und Muslimen in Österreich und Europa“ wurde Michael Häupl, von 1994 bis 2018 Bürgermeister von Wien, ausgezeichnet. In der Kategorie „Verdienste im Bereich der Menschenrechte, der Demokratie und der Förderung der Rechtsstaatlichkeit“ wurde Maria Mayrhofer, Gründerin und Co-Geschäftsführerin der zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation „#aufstehn“, ausgezeichnet. Heinz Nußbaumer (1943 – 2025), langjähriger Journalist und Mitinitiator der Plattform Christen und Muslime, wurde posthum mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt.

In seiner Eröffnungsrede betonte Harald Meixner, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der GPAS, die bleibende Bedeutung des Wirkens des islamischen Theologen und früheren Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie Preisstifters, Anas Schakfeh, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich.

Unter den zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik, Kultur, Religion und Zivilgesellschaft beim Festakt waren auch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural, die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler, die lutherischen Altbischöfe Michael Bünker und Michael Chalupka, der ehemalige Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und die früheren Bundesminister Werner Fasslabend und Maria Rauch-Kallat.

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