„Lange Nacht der Kirchen“ österreichweit am 29. Mai
1.700 Veranstaltungen unter dem Motto „MUTeinander“
Wien (epdÖ) – Unter dem Motto „MUTeinander“ öffnen am Freitag, 29. Mai, wieder zahlreiche Kirchen in ganz Österreich ihre Pforten. Bei der 22. „Langen Nacht der Kirchen“ sind in Österreich laut Veranstaltern aktuell mehr als 1.700 Veranstaltungen in rund 600 Kirchen bzw. weiteren Orten geplant. Die Besucher:innen erwartet wieder – bei freiem Eintritt und ohne Anmeldung bei den meisten Veranstaltungen – ein traditionell vielfältiges Programm mit Konzerten, Diskussionen, Führungen, sozialen Initiativen, Performances und spirituellen Angeboten.
Eröffnet wird die „Lange Nacht“ wieder traditionell mit dem österreichweiten Glockengeläut um 17.50 Uhr. Auch die Katholische Kirche in Südtirol (Diözese Bozen-Brixen) ist in diesem Jahr mit dabei. In den vergangenen Jahren verzeichnete die kirchliche Großveranstaltung österreichweit stets gut 300.000 Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer. Ebenso findet die „Lange Nacht“ mit landesweit rund 1.600 teilnehmenden Kirchen in Tschechien statt.
Inspiriert von der biblischen Erzählung des blinden Bartimäus („Fasse Mut, steh auf!“) lädt die „Lange Nacht“ dazu ein, gemeinsam ins Gespräch zu kommen, Neues zu wagen und gesellschaftliche Herausforderungen nicht allein zu bewältigen. Die Kirchen wollen damit nicht nur ihre spirituelle Vielfalt, sondern zudem ihr gesellschaftliches Engagement zeigen, erklärte der Österreich-Koordinator Markus Porries gegenüber der Nachrichtenagentur „Kathpress“. Die Kirchen seien „Orte der Begegnung, der Solidarität, der Kultur und der Hoffnung“.
An der ökumenischen Großveranstaltung nehmen stets alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil. Für den ÖRKÖ-Vorsitzenden Bischof Tiran Petrosyan ist die „Lange Nacht“ daher ein „einzigartiges Fest des Glaubens und der christlichen Gemeinschaft“. In einer aktuellen Videobotschaft geht der Bischof auf das aktuelle Motto „MUTeinander“ ein: Ihm schenke sein Glaube Mut, „dass Gott uns auch in schwierigen Zeiten begleitet“. Darüber hinaus mache ihm die kirchliche Gemeinschaft Mut, „in der wir einander stärken und tragen“. Die „Lange Nacht der Kirchen“ zeige: „Wir sind nicht allein“, so Petrosyan.
„Österreich der runden & eckigen Tische“
In diesem Jahr gibt es auch eine neue Kooperation: An verschiedenen Orten wird in Kooperation mit der zivilgesellschaftlichen Initiative „Österreich der runden & eckigen Tische“ zu gleichnamigen Gesprächen geladen. „Es geht es bei diesen Veranstaltungen darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die ganz anders sind als man selbst“, erläuterte Porries. Ein solches exemplarisches Event sei etwa die Veranstaltung im Wiener Erzbischöflichen Palais mit Erzbischof Josef Grünwidl, der evangelisch-lutherischen Bischöfin Cornelia Richter und anderen GesprächsteilnehmerInnen.
Alle Infos: www.langenachtderkirchen.at