Gestärkt

 
von Evangelischer Pressedienst

Michael Chalupka über ESC-Starter Cosmó und die Konfirmation

Am Samstag, 16. Mai, ist es so weit. Cosmó singt im Finale des Songcontests vor einem Millionenpublikum. Das wird aufregend. Ganz Österreich fiebert mit. Besonders aber das burgenländische Gols. Dort hatte Cosmó schon einmal einen aufregenden Auftritt. Er war 14 Jahre alt, spielte Klavier und sang in der evangelischen Kirche, damals noch als Ben Gedeon, bei seiner eigenen Konfirmation sein Lied „Fall into your arms“.

Die Konfirmation findet in einem merkwürdigen Alter statt. Es ist das Alter der Pickel und ersten Gefühlsaufwallungen. Wer vierzehn ist, hat es nicht leicht. Gerade da verlangt einem die Kirche die Entscheidung ab, wie man sich zu Gott und seiner auf Erden versammelten Gemeinschaft verhalten möchte. Als ob man mit vierzehn nicht ganz andere Sorgen hätte.

Andererseits heißt das lateinische Wort Konfirmation nichts anderes als Bestärkung. Sie erfolgt durch den Segen, der den Jugendlichen mit auf ihren Weg gegeben wird. Wenn das ernst gemeint ist, dann ist die Pubertät genau die richtige Zeit dafür. Denn man braucht Kraft in stürmischen Zeiten der Veränderung. Ob die Konfirmation als Start in ein Leben mit der Kirche oder als Abschiedsvorstellung erlebt wird, hängt davon ab, wie sehr Jugendliche spüren können, dass ihnen in schwierigen Zeiten der Rücken gestärkt wird.

Wie immer das Finale des Songcontests ausgehen wird – Cosmó möge auch diesmal wieder gestärkt aus seinem Auftritt hervorgehen.

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